Die vorindustrielle Zeit

Osterfeld, seit 1929 ein Stadtteil von Oberhausen (Rhld), ist einer der ältesten Orte im Vest Recklinghausen.
Schon um 500 siedeln im Tal der Emscher die ersten Bauern. Sie gehören zum germanischen Stamm der Brukterer, die das Gebiet zwischen Ruhr und Lippe zunächst in verstreut liegenden Gehöften bewohnen und bewirtschaften. In diese Zeit legen Heimatforscher auch die ersten Wurzeln Osterfelds.
Das Gebiet des Emschertales war damals von dichtem Wald bedeckt und größtenteils eine Sumpfniederung. Uferlos schlängelte sich die fischreiche Emscher durch das Land. Rauh und unwirtlich erschien dieses, und gefahrvoll wurde es durch wilde Tiere wie Bär und Wolf. Rudel wilder Pferde grasten auf den saftiggrünen Bruchweiden, und Ur und Elch hausten im Dickicht der Wälder. An günstig gelegenen Stellen, stets in der Nähe des Wassers, entstanden die ersten germanischen Siedlungen als Einzelhöfe. Vornehmlich an den zur Emscher fließenden Bächen werden sich die Siedler niedergelassen haben…          (Grünewald, 1922)

Unter dem Einfluß der Sachsen schließen sich um 700 die ersten Streusiedlungen, einem Sicherheitsbedürfnis folgend, zu Bauernschaften zusammen. In Osterfeld entstehen so die Bauernschaften Osterfeld und Vonderort. Mit dem Bau der ersten kleinen Kirche – die Kirchengemeinde St. Pankratius feiert 1992 ihr 1000 jähriges Bestehen –  vollzieht der Ort den Entwicklungsschritt zum Kirchdorf, weil sich nun auch Handwerker und Händler ansiedeln.

Bild 1:  Die alte Dorfkirche mußte 1894 einem Neubau weichen.

Bild 1:  Die alte Dorfkirche mußte 1894 einem Neubau weichen.

Bis nach der Jahrtausendwende gibt es keine schriftlichen Zeugnisse über Osterfeld. Erst im  Heberegister des Klosters Werden wird der Ort um 1150 als Ostarfeld oder Ostervelde erwähnt. Eine weitere Urkunde bestätigt die Inkorporation der Pfarrkirche St. Pankratius Osterfeld in das Kloster Deutz durch Papst Innozenz III im Jahre 1207.

Erste urkundliche Hinweise auf die bis heute erhaltene Wasserburg Vondern stammen aus dem 13. Jahrhundert. Dieser altehrwürdige Adelssitz liegt zwischen dem Rangierbahnhof und dem Emscherschnellweg im gleichnamigen Ortsteil Osterfelds. Das Bauwerk gilt als bedeutendes Kulturdenkmal des Ruhrgebietes. Es besteht aus der um 1520 errichteten gotischen Torburg und dem zu Anfang des 17. Jahrhunderts erbauten barocken Herrenhaus.

Bild 2: Burg Vondern 1980
Bild 2: Burg Vondern 1980

Seit 1640 üben die Herren auf Vondern das Patronatsrecht über die Osterfelder Pankratiuskirche aus. Dieses Recht treten die Grafen von Nesselrode 1793 an die Erzdiözese Köln ab. 1949 geht die Burg Vondern in den Besitz der Stadt Oberhausen über.

Das ebenfalls dem Grafen von Nesselrode gehörende Haus Hove am Fuße des Donnerberges in (Bottrop-) Vonderort, damals jedoch auf Osterfelder Gebiet gelegen, hat seinen Ursprung im 14. Jahrhundert. Im Jahre 1888 kauft der Landwirt Josef Steinhaus das Anwesen.

Bild 3: Haus Hove um 1960
Bild 3: Haus Hove um 1960

Neben dem Stift Essen sowie den Klöstern Werden und Deutz besitzen auch die adligen Herren auf Vondern, Hove und Oberhausen in Osterfeld Grund und Boden, so daß viele Bauern ihre Höfe nur als Pächter auf Lebenszeit bewirtschaften. Nach ihrem Tode fällt das Gehöft an den Besitzer zurück, auch wenn ein Sohn den Betrieb weiterführen will. Er bekommt seinen neuen Pachtvertrag erst nach Zahlung einer sogenannten Heimfallrente. Diese Abhängigkeit dauert bis 1811.

© Fritz Pamp

   

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