Auf Fragen der WAZ zum Thema:

Integration - hoher Ausländeranteil in Osterfeld –

- Zusammenarbeit mit Migranten und Ausländern -

hat der Vorsitzende des Osterfelder Bürgerrings, Walter Paßgang, folgende Stellungnahme abgegeben. Der Text wurde in der WAZ am 26.10.2010 – mit Ausnahme der Frage und Antwort zur Kampstraße – veröffentlicht.

WAZ: Viele Osterfelder finden, dass sich der Stadtteil zum Schlechteren verändert hat. Teilen Sie die Einschätzung?
Paßgang: Wir arbeiten an vielen Themen, um den Stadtteil zu verschönern. Aber Osterfeld lebt nicht nur von der Optik, sondern auch von den Menschen, die bereit sind mitzumachen. Bürgerschaftliches Engagement ist in einem Stadtteil mit so hohem Migrationsanteil leider nicht so leicht zu organisieren.

WAZ: Was für Probleme gibt es konkret im Zusammenleben?
Paßgang: Wir Osterfelder sind friedliche und weltoffene Menschen. Zu vielen türkischen Mitbürgern habe ich einen hervorragenden Kontakt. Aber deren Vereine und Verbände interessieren sich bis auf wenige Ausnahmen einfach nicht für den Stadtteil und machen nirgendwo mit. Das gilt übrigens nicht nur für die Türken allein. Auch die griechische Gemeinde, die die St.-Vincenz-Kirche gekauft hat, hat sich nach anfänglicher Offenheit kaum mehr eingebracht.

WAZ: Gibt es weitere Beispiele?
Paßgang: Viele Migranten haben einen anderen Lebensrhythmus. Manchmal rufen mich ältere Osterfelder abends um 21 Uhr an, halten ihren Hörer aus dem Fenster, um mir zu beweisen, dass sich die ausländischen Mitbürger mal wieder nicht an die Ruhezeiten halten. Da ist es nicht leicht, im Sinne eines friedlichen Miteinanders gegenseitige Rücksichtnahme einzufordern.

WAZ: Also ist das Problem, dass alle nebeneinanderher leben?
Paßgang: Ja. Uns fehlen zum Teil bei den Migranten die Ansprechpartner, die verlässlichen Wortführer, die man braucht, damit Integration funktioniert. In der Moschee müsste zum Beispiel am Rande des Freitagsgebet mal  thematisiert werden, was im Stadtteil los ist.

WAZ: Muss man die Menschen zu mehr Integration zwingen?
Paßgang:
Zwingen ist schwierig, aber man muss intensiver ins Gespräch kommen.


WAZ: Ein weiterer Brennpunkt ist die Kampstraße.
Paßgang: Die Kampstraße ist gewiss ein Brennpunkt in Osterfeld. Der hohe Anteil an Migranten und Hartz IV-Empfängern paart sich mit einer unvorteilhaften architektonischen Enge: Man hat dort ja kaum Luft zum Atmen und kann dem Nachbarn auf den Teller gucken.

WAZ: Gibt’s Aussicht auf Besserung?
Paßgang: In fünf Jahren läuft m.E. die Frist für die geförderten Sozialwohnungen aus. Dann sollte man die Häuser schnellstmöglich in Eigentumswohnungen umwandeln und den Mittelblock abreißen. Wir müssen weg von ghettoartigen Zuständen.

   

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